
Emotionsfokussierte Paartherapie
Mit diesen Fragen und Schwierigkeiten kommen Paare häufig in meine Praxis:
- Wir reden viel – und fühlen uns doch nicht wirklich gehört.
- Unsere Konflikte drehen sich im Kreis und eskalieren schneller, als wir möchten.
- Nähe und Intimität sind weniger geworden oder fühlen sich angespannt an.
- Einer von uns zieht sich zurück, der andere kämpft um Verbindung.
- Alte Verletzungen stehen zwischen uns und lassen sich nicht einfach vergessen.
- Wir lieben uns – aber etwas fühlt sich nicht mehr stimmig an.
- Trennung steht im Raum, unausgesprochen oder ganz konkret.
- Äußere Belastungen (Kinder, Arbeit, Krankheit, Krisen) haben unsere Beziehung erschöpft.
Negative Muster entstehen oft aus dem Wunsch, dem anderen nahe zu sein und die Beziehung zu schützen. Genau wie die Liebe uns glücklich macht, haben diese Muster ihren Ursprung in der tiefen Verbundenheit, die wir füreinander empfinden. Durch EFT lernen Sie, unbewusste Verhaltensmuster zu erkennen, Blockaden zu lösen und eine empathische Kommunikation aufzubauen, die Ihre emotionale Verbindung stärkt und bewahrt. So können Sie ein vertieftes Verständnis füreinander entwickeln und das volle Potenzial Ihrer Beziehung ausschöpfen – für eine tiefere und erfülltere Partnerschaft.
EFT baut auf der Bindungsforschung auf, die zeigt, wie essenziell sichere emotionale Verbindungen für unser Wohlbefinden und unsere Beziehungen sind. Sie integriert humanistische, systemische und psychodynamische Ansätze und legt den Fokus auf das emotionale Erleben im Kontext von Bindung. Ziel ist es, eine sichere Bindung durch emotional eingestimmte Begegnungen im Hier und Jetzt zu ermöglichen.

Welcome
Zu Beginn gibt es ein kostenloses Kennenlerngespräch (20 Minuten) in meiner Praxis. Wir lernen uns kennen und spüren gemeinsam, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt. Wenn es passt, vereinbaren wir im Anschluss die erste reguläre Sitzung. Alternativ können Sie auch mit einer regulären Sitzung anfangen.
In der ersten Paarsitzung fangen wir mit der Arbeit an. In dieser Zeit schauen wir gemeinsam auf Ihre Beziehung und die Themen, die Sie bewegen. Bringen Sie mit, was für Sie gerade wichtig ist – Ihre Fragen, Wünsche, Hoffnungen oder Sorgen. Gemeinsam schauen wir, welche Themen Ihnen besonders am Herzen liegen und welche Ziele Sie sich vorstellen.
Danach vereinbare ich mit jedem/r von Ihnen eine Einzelsitzung.
Im weiteren Verlauf arbeite ich mit Ihnen als Paar. Eine EFT-Paartherapie dauert in der Regel zwischen 8 und 20 Sitzungen. Manchmal können zusätzliche Einzelsitzungen hilfreich sein.
Ablauf einer Paartherapie
Struktur und Vorgehensweise
Phase 1 - Aufdecken und Auflösen negativer Interaktionsmuster
Der erste Schritt in der Emotionsfokussierten Paartherapie besteht darin, sichtbar zu machen, welche Muster Ihre Beziehung prägen. Oft merken wir gar nicht, wie sich unbemerkt Teufelskreise einschleichen: ein Wort, ein Vorwurf, ein Rückzug – und schon eskaliert eine kleine Irritation zu einem schmerzhaften Konflikt. In dieser Phase beginnen Sie, den „emotionalen Tanz“ Ihrer Beziehung zu erkennen. Sie lernen zu verstehen, warum Sie auf bestimmte Verhaltensweisen Ihres Partners so stark reagieren, und warum es so schwer ist, aus diesen Spiralen auszusteigen.
Das Ziel dieser ersten Phase ist es, das unsichtbare Drehbuch Ihrer Konflikte sichtbar zu machen. Sobald Sie verstehen, wie der Tanz funktioniert, können Sie ihn bewusst unterbrechen. Sie beginnen, sich nicht länger als Gegner zu sehen, sondern als zwei Menschen, die in einer Dynamik gefangen sind, die sie gemeinsam durchschauen und verändern können. Auf diese Weise schaffen Sie die Grundlage für Veränderung: von wiederkehrenden Streitigkeiten hin zu einem sicheren Boden, auf dem neue Formen von Nähe und Verbundenheit wachsen können.
Phase 2 – Gefühle verstehen und sich authentisch zeigen
Nachdem die negativen Muster in Phase eins sichtbar geworden sind, geht es nun darum, tiefer einzutauchen – in die Gefühle und Bedürfnisse, die unter den Konflikten liegen. In dieser Phase liegt der Fokus darauf, ein neues, tieferes Verständnis füreinander zu entwickeln. Sie beginnen, nicht nur das Verhalten des anderen zu sehen, sondern auch die verborgenen Emotionen, die darunter liegen: Sehnsucht nach Nähe, Angst vor Zurückweisung, Bedürfnis nach Sicherheit. Indem Sie sich verletzlich zeigen, entsteht ein Raum, in dem Ihr Partner Sie auf eine neue Weise wahrnimmt – nicht als Gegner, sondern als Mensch mit Sehnsüchten und Bedürfnissen. Wenn es gelingt, diese Offenheit miteinander zu teilen, wird Vertrauen gestärkt, und ein sicherer emotionaler Boden entsteht.
Das Ziel dieser Phase ist, ein tieferes emotionales Band zu knüpfen. Durch das gegenseitige Einfühlen und das Erkennen der Bedürfnisse beider Partner eröffnen sich neue Wege zu Nähe, Verständnis und Verbundenheit. Es ist wie ein neues emotionales Gespräch, das beginnt – ein Gespräch, das nicht trennen, sondern verbinden will.
Phase 3 - Neue Lösungen für alte Probleme
Nachdem Sie in den ersten beiden Phasen gelernt haben, destruktive Muster zu erkennen und sich auf einer tieferen emotionalen Ebene zu begegnen, öffnet sich nun ein neuer Raum: Sie können sich mit Themen auseinandersetzen, die Ihre Beziehung bisher belastet haben, und gemeinsam Wege finden, diese zu heilen.
Mit dem gestärkten Fundament aus Verständnis, Mitgefühl und emotionaler Verbundenheit können Sie einander halten, wenn es schwierig wird. Konflikte, die früher unüberwindbar erschienen, können so in einem neuen Licht betrachtet und Schritt für Schritt geklärt werden.
In dieser Phase ist auch Raum, andere wichtige Themen Ihrer Beziehung zu vertiefen – etwa Sexualität, Nähe, Intimität oder auch Fragen zu Finanzen, Alltagsgestaltung und gemeinsamen Zukunftsplänen. Weil die emotionale Basis nun sicherer ist, lassen sich solche Themen mit mehr Offenheit, Gelassenheit und gegenseitiger Fürsorge besprechen.